Harald Gärtner raus!

  • Wir brauchen dringend eine Entscheidung mit welcher Person/Personen es weitergeht. Bei der Situation, muss man das Thema 3. Liga annehmen. Ein neuer SD hat nur noch 4 Wochen Zeit um ein Gefühl zu bekommen mit welchen Spielern dieses Kaders auch in der 3.Liga zu rechnen ist. Und wo wir nachbessern müssen. Du musst ab dem 19.07 eine Konkurrenzfähige Mannschaft haben. Fragt mal in Braunschweig nach.

  • Interessant ist der Zeitpunkt für die Wahl, nämlich so ziemlich Mitte der Saison. Daraus kann man schließen, dass Gärtner (falls er kommt) Zeit bis Ende der Saison für einen Neuaufbau bekommen soll. Wieviel Geld ihm zur Verfügung stehen wird für die Einkäufe, ist eine andere Sache. Da müßte man wissen, ob bzw. wieviel Schulden 96 hat.


    Der Erfolg Gärtners wird m. E. von der Qualität des Trainers abhängen, den Gärtner (!) verpflichtet. Der andere Aspekt ist der, ob es HG gelingt, Ruhe in das Spiel der Mannschaft zu bringen. Gelingt ihm auch das nicht, wird es sehr sehr eng werden … letzteres bezweifle ich.


    HG hat bei 96 gespielt und hat daher einigen Bonus. Auch kennt er etwas 96. Doch diese Vorschusslorbeeren werden sehr schnell aufgebraucht sein, wenn der Aufstieg nicht klappt, denn der Sponsor ist kein Spender mit langer Geduld.

  • In einem Forum, ist es natürlich wie im wahren Leben, dass jeder seine Meinung haben darf und das man da nicht immer einer Meinung ist liegt auf der Hand. Als Sportdirektor ist man für den sportlichen Erfolg mit verantwortlich, wenn dieser nicht mehr gegeben ist und der Kredit aufgebraucht ist, verliert man früher oder später seinen Job. Wenn ich mir jetzt die letzten Beiträge hier so durchlese, scheint man Harald Gärtner ja scheinbar so gar nichts zuzutrauen. Ich bin der Meinung, dass heute beim FCI einiges nicht so wäre wie es sich in der Zeit unter Gärtner entwickelt hat. Damit meine ich jetzt nicht unsere Zugehörigkeit zur dritten Liga, sondern so positive Dinge wie den Sportpark oder vor allem das NLZ.

    "Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel!" (Lukas Podolski)

  • Hexler, der Hinweis ist berechtigt; wichtig ist es zu wissen, dass Gärtner 2007 zum FCI kam, also drei Jahre nach der Gründung des FCI.


    Ohne Gärtners Erfolg zu schmählern sei auch fairerweise auf die Leistung der anderen Gründungsmitglieder verwiesen, an deren Spitze Peter Jackwerth als Initiator, Investor und Lenker zu nennen ist. Es ist schwer vorstellbar, dass ohne PJ der Fußball in Ingolstadt diesen Aufschwung genommen hätte.


    Gärtner war Fußballprofi und brachte die Erfahrung mit, die der junge Verein in Sachen Fußball brauchte. Wichtig war aber auch, dass er die Unterstützung von Peter Jackwerth hatte. Spitzauer wiederum kannte Ingolstadt sehr gut. Von dieser Erfahrung profitierten wiederum diejenigen, die Ingolstadt nicht so gut kannten.


    Diejenigen, die in Unwissenheit immer wieder geschrieben/geschrien haben, "Gärtner raus", sind Gärtner nicht objektiv gerecht begegnet.

    Natürlich hat Gärtner nicht alles richtig gemacht. Aber das Positive überwiegt.

    Bitte beachtet folgendes: Gärtner war in erster Linie Profifußballer gewesen und wurde als solcher mit vielerlei, für ihn ganz neuen Themen und Aufgaben konfrontiert, mit denen er vorher kaum in dieser Qualität und Dimension, z. B. mit juristischen, betriebswirtschaftlichen, personal- und marktpolitischen, baulichen, steuerlichen, erzieherischen, pädagogischen und führungstechnischen, etc., zu tun hatte. Vieles und anderes mehr mußte er sich unter erheblichem Zeit- und Erfolgsdruck aneignen und leisten. Dass dabei der Verschleiß durch den Streß zunimmt und die Leistung nachläßt, ist nachvollziehbar. Irgandwann kann jeder nicht mehr. Ein Wechsel mit anschließender Pause ist dann nachvollziehbar und richtig. Von 2007 bis 2019, in 12 Jahren, da läßt man in diesem Sport viel Substanz. Gewinnt aber auch an Erfahrung.


    Wer sich über Peter Jackwerth, Harald Gärtner, Franz Spitzauer und deren Leistungen richtig schlau machen möchte, dem empfehle ich unbedingt "UNSER WEG" VOM ANFANG BIS HEUTE zu lesen. Der kann hinter die Kulissen des jüngsten deutschen Vereins im Profifußball schauen. Es ist bestimmt im Fan-Shop erhältlich.


    Ich kann es jedem Schanzer empfehlen.

  • "Unser Weg" ist eine Schönmalerei der eigentlichen Verhältnisse. Schön zu lesen/anzusehen, spiegelt aber nicht die eigentlichen Tatsachen wieder. Die Realität zeigt sich in unserem Forum.

    Seit 2007 (ich bin übrigens seit 2004 "Schanzer") werden in unserem Forum die Fehler und Missstände Harald Gärtners aufgezeigt. Hier kann man die Jahrelangen Fehler von HG nachvollziehen. Dies lässt sich nun mal nicht verleugnen. Er war sprachlich gewandt (wie so viele Preissen) jedoch ein Blender und Schönredner. Die "schwarze Phase" des FCI haben wir hauptsächlich ihm zu verdanken.

    Seit 28. März 2019 (Entlassung Gärtners) ist es eine Freude, die positiven Entwicklungen im Verein zu beobachten.

    "Uns kann eigentlich keiner mehr schlagen, außer wir uns selbst. Daran arbeiten wir."

    Zoltan Sebescen

  • Ich begleite die Schanzer nun auch schon seit 15 Jahren - sehr intensiv dann seit der Gründung der ASF vor gut zehn Jahren, und mittlerweile - seit der Gründung der FFiT-Mannschaft- sogar als aktives Mitglied.

    Ich empfinde das angesprochene Buch keineswegs als Schönmalerei, zeigt es doch auch viele Hintergründe und Zusammenhänge, die von außen nicht erkennbar und somit oft unglaubwürdig klingen, jedoch wenn man sie selbst hautnah mitbekommen hat - was bei einem kleinen Teil insb. rund um NLZ und ASF bei mir der Fall war - doch wirklich so abgelaufen sind.
    Das macht für mich ja einen Teil der Faszination Schanzer aus. Auf der einen Seite ist hier in atemberaubend kurzer Zeit wahnsinnig viel aufgebaut worden - hin zu professionellen Strukturen und mit einer unglaublichen Energie. Auf der anderen Seite hat sich eine so familiäre Atmosphäre im gesamten Verein inkl. Profibereich erhalten - einzigartig!!!


    HG bin ich unendlich dankbar. Mit den anderen Protagonisten zusammen hat er wirklich Unglaubliches geleistet und aufgebaut - die Schanzer werden auch immer ein „Kind“ seines Schaffens sein. Insb. das NLZ und der Audi Sportpark inkl. Trainingsgelände und Funktionsgebäude zeugen davon...

  • AStecker, "Unser Weg" ist eine Schönmalerei der eigenen Verhältnisse, so die Aussage.


    Sagen wir es so: selbstverständlich werden darin die eigenen Leistungen im positiven Licht dargestellt. Warum sollte man das als PR-Werk - und als solches ist es zu verstehen - in eigener Sache nicht tun? Schließlich will sich jeder gut verkaufen. Das ist auch sein gutes Recht.


    Sicher, an der einen oder anderen Stelle ist auch Eigenlob zu lesen. Aber das trifft keineswegs auf das gesamte Werk zu. Der Titel "Unser Weg" schildert auch auf persönliche Art und Weise die Vereinsgründung. Der FCI stellt also seinen Gründungsweg mit den daran beteiligten Personen folglich auch ganz persönlich und personenbezogen, aber sachlich korrekt, vor und erläutert sehr gut, wer was wann getan hat und warum. Ehre, wem Ehre gebührt.


    Kein Werk ist perfekt. Kritik wird es immer geben und das ist gut so. Schließlich hat jeder von uns einen anderen Wissenshintergrund sowie andere subjektive Empfindungen. Auf alle Fälle ist es ein gutes Nachschlagewerk, gerade dann, wenn etwas zu klären ist. So kann man an der einen oder anderen Stelle nachlesen, um sich an gewisse Ereignisse wieder besser erinnern zu können. Die empfundene "Lobhudelei" an der einen oder anderen Stelle kann man ja bewußt überlesen. Die Fakten bleiben trotzdem. Darum geht es.


    Ich persönlich, als Schanzer, habe sehr interessiert ganz bestimmte Stellen nachgelesen und so einiges besser nachvollziehen können. Das Werk wird im Laufe der Zeit bestimmt als Nachlagewerk zugewinnen. Nicht nur der Fakten wegen, sondern aufgrund seines lebendigen Stils.

  • Ich hab das ja an anderer Stelle auch schon bestätigt, HG war zu Beginn ein Glücksfall für den FCI. Sein Problem wurde mit der Zeit nur das er mit dem eigenen handeln nicht mehr so kritisch umgegangen ist wie zu Beginn. Ich habe mich einmal mit Franz Spitzauer zum Thema "zu früher Aufstieg" unterhalten und er hat es mir letztendlich bestätigt. Unser Aufstieg in die 1. Liga kam eigentlich zu früh. Aber man kann natürlich den sportlichen Aufstieg nicht einfach ablehnen.


    Dann gleich die 1. Saison mit RH der erfolgreiche Klassenerhalt, das alles führte m.E. zu einer gewissen Euphorie und "laissez faire" bei HG. Die Verpflichtung des Sportdirektors Vier mit einer kaum ausgeübten Kontrollfunktion dessen Handelns. Die alleinige Verantwortung für die Profis an Stefan Leitl ohne die "Unterstützung " von M. Henke etc. Das alles und einiges mehr führte dann zu dem was wir heute erleben und "durchleiden" . Also bei HG war nicht alles schlecht, aber zum Schluss hin fehlte leider die Selbstreflexion und der Aufsichtsrat hat diese auch nicht eingefordert.


    Ich würde es im Wünschen das er bei 96 etwas schafft aber bei der Konstellation dort ist es sicherlich noch schwieriger als es beim FCI je war.


    Und zu unserem Buch "Unser Weg" kann ich nur bestätigen nette Lektüre etwas durch die Vereinsbrille betrachtet, aber das darf ja ruhig sein.

  • Danke FC für Deine aus meiner Sicht sehr zutreffende Analyse - ich denke auch, dass der schnelle Aufstieg in die BL und der scheinbar problemlose Klassenerhalt einigen in AR und Vereinsführung (und dem Umfeld) zu Kopf gestiegen sind.
    Ich rechne es ihm allerdings auch hoch an, dass er durch seinen persönlichen Einsatz Spieler wie Cohen und Kittel bei uns gehalten hat, als diese durch ihr Umfeld nach dem Abstieg massiv zu einem Wechsel gedrängt wurden. Seine Fehler hast Du allerdings auch sehr gut beschrieben.


    Ich wünsche ihm in einer neuen Funktion (ob bei 96 oder nicht) auf jeden Fall viel Erfolg und alles Gute.