Beiträge von Schwanzer19

    Keller hat viel Potential. Und er ist Schanzer.


    Weil der heutige Fußball aus mehr Athletik als filigraner Technik besteht, ist die Gefahr, verheizt zu werden, sehr groß. Der FCI sollte darauf achten.


    Keller aber selbst auch. Mein Rat ist, er soll seine Kraft nicht dem schnellen Erfolg opfern, sondern Risiko im Spiel mit gesunder Lebensweise verbinden. Dann wird der Erfolg längerfristig sein bzw. anhalten.


    Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Oskar Klose.

    Auch ich habe Fußball gespielt.


    Ein Wort ist wichtig: Mannschaft.


    Natürlich kann ein Spieler in einer Mannschaft wichtig sein. Aber ich bitte zu beachten, dass eine Mannschaft aus mehr als nur aus den 11 Spielern besteht, die auf dem Platz stehen. Auf dem Platz sollten die Elf Besten stehen, unter Berücksichtigung der Form und unter Berücksichtigung des Gegners. Da kann es schon sinnvoll sein, dass man im Einzelfall einen Spieler mit weniger technischen Möglichkeiten aber dafür rustikalen Eigenschaften auf einen Gegenspieler ansetzt, dem diese Art Gegenspieler nicht paßt. In diesem Fall wird dieser Spieler nützlich für die Elf auf dem Platz.


    Sicher, 6 Treffer die sehr wichtig waren und sind. Fairerweise darf nicht übersehen werden, dass da einige Elfer dabei waren.

    Wären alle Treffer aus dem Spiel heraus oder durch Soli erzielt worden, wäre alles in Ordnung.


    Es gibt aber auch Spieler in einer Mannschaft, die mit ihrer Art die Weiterentwicklung und Formsteigerung im Wege stehen. Sie sind oft dominant und haben ein rustikales Durchsetzungsvermögen gegen das andere Mitspieler nicht ankommen, obwohl sie die besseren Fußballer sind. Solche Spieler stören den Spielfluss und erzeugen oft Ballverluste. Wenn da der Trainer nicht einschreitet, schleicht sich die Resignation ein.

    Vor dem Spiel hatte ich auch kein gutes Gefühl. Wollte aber nicht unken.


    Für mich sind Karten jeder Art, also egal ob Gelb oder Rot, stets ein Warnsignal. Tritt dieses Warnsignal gehäuft in einer Mannschaft auf, oder bei einem einzelnen Spieler, ist Handlungsbedarf gegeben.


    Keller sollte eine Verschnaufpause in der Art erhalten, dass er zunächst Spielpausen erhält und einige Spiele hintereinander jeweils eingewechselt wird. Der Jeff wird es schon wissen, was zu tun ist.


    Zuletzt wurde viel über die Passgenauigkeit gesprochen und geschrieben. Bei den Trainingseinheiten fällt auf, dass der Ball sehr schlampig angenommen und weitergespielt wird. Beim Mitspieler kommt der so an, dass er ihn erst verarbeiten muß, was Zeit kostet. Ich würde mir wünschen, dass dies im Training öfter klar und laut angesprochen wird. Das habe ich im Training vermisst und wünsche es mir. Wer schlampig abspielt, denkt auch so.

    Schanzer79,

    mein Kommentar meint: Noch haben wir nichts erreicht. Es gilt, von Spiel zu denken. So setzt man einen Stein auf den anderen. Danach erst steht das Gebäude und das Richtfest kann beginnen.


    Ich gehöre nicht zu denen, die heute die Mannschaft feiern, weil sie gesiegt hat und morgen beschimpfe, weil sie verloren hat.

    Ich stehe zu meinem Verein. In Höhen und Tiefen. Das stets mit Realitätssinn und Bodenhaftung.


    Nun zum FC-Spiel:


    Die Kritik von Jeff ist angebracht. Unser Anspruch an den Schanzer Fußball muß sich durch harte Arbeit weiter entwickeln und zwar so, dass wir kontrolliert Fußball spielen.


    Die von mir schon jahrelang beobachtete und kritisierte Hektik im Spiel spricht zum ersten Mal ein FCI-Trainer offen an. Endlich. Auch die Spieler tun es.

    Das ist der richtige Weg zur Besserung. Die Hektik in unserem Spiel ist es, die Fehlpässe produziert und das Spiel unansehnlich, zerfahren macht. Zum Glück haben wir einen tollen Keeper und eine Einstellung in der Mannschaft, die Tore durch starke Abwehrleistung verhindern.


    Dass wir gegen den Club in der 36. Minute in freistehender Position nicht den Führungstreffer und möglicherweise den Siegtreffer erzielt haben, führe ich auf Hektik zurück.


    Etwas möchte ich ganz klar stellen: Schnelligkeit ist etwas anderes als Hektik. Hektik ist unkontrolliertes Handeln. Der Beweis sind die Fehlpässe per Fuß und Kopf-


    Denke, dass mir da viele zustimmen.


    Berni74 hatte mich verstanden. Über die drei Punkte freue ich mich riesig. Verdienst der klugen Einwechselungen und des Torwarts.

    Stimmer Dir, Schanzer 79, voll und ganz zu. Die Jungs sollen rausgehen und frech ihren eigenen Fußball spielen. Das Können und Selbstvertrauen haben sie.


    Ich bin sehr optimistisch. Vor allem deshalb, weil unsere Fan-Gruppen und Zuschauer voll hinter ihrer Mannschaft stehen. Endlich.

    Der 12. Mann ist kein Statist mehr sondern Aktivist.

    Der Club wird bei uns wenig Freude haben. Er spielte gegen den HSV wie ein Absteiger. Total verunsichert und ohne Harmonie.


    Wichtig wird wieder sein, dass wir im Stadion wieder hinter unterer Elf stehen und das auch akustisch zeigen. Dann ist mir nicht bange.


    Kittel konnte sich spielerisch so entfalten, wie er es schon immer gerne wollte. Dazu hatte er auch die Nebenleute. Diese hatten die nötige Ballsicherheit und ein effektives Stellungsspiel. Damit stimmte auch die Raumaufteilung. Doppelpass und Flankenwechsel ließen den Club müde laufen und konzenptlos werden.


    Kittel braucht in dieser Mannschaft nicht viel laufen, kann seine Kraft besser für Dribblings einteilen und ist auch ausgeruhter, was die Präzision seiner Pässe und Freistöße beweisen. Er ist in diesem Spiel der Dominator gewesen.


    Bei uns hatte Kittel nicht die Nebenleute, nicht den Trainer und das nicht für ihn passende Spielsystem.

    Man merkt, dass die Mannschaft neu zusammengestellt ist. Um die beste Elf herauszufinden, sind viele Wechsel notwendig, mit dem Nachteil, dass kein harmonischer Spielrhythmus entsteht und keine flüssigen Automatismen zu sehen sind. So kommt auch keine Ruhe ins Spiel.


    Deshalb meine auch ich, dass nach dem gegenwärtigen Leistungsstand ein Mittelfeldplatz das Ergebnis sein wird. Aber auch darüber kann man vielleicht froh sein, nachdem die Mannschaft vor einem Neuanfang steht.

    Hallo Flo_FCI,

    das ist eine wichtige Beobachtung, die es wert ist, kurz angesprochen zu werden.


    Als Spieler ist man voll auf Ball, Mitspieler und Gegner konzentriert. Den Trainer auf der Seitenlinie nimmt man in dieser Zeit nur am Rande wahr, sozusagen im Augenwinkel. Eigentlich will man während der Spielzeit als Spieler seine Ruhe haben.


    Allerdings, für den Spielführer z. B. ist die Sache schon anders. Da ist es wichtig, die Zeichensprache des Trainers zu kennen um sie zu verstehen und an die Mitspieler weitergeben zu können. Diese Art der Kommunikation muß vorher besprochen und abgestimmt sein, damit sie auch umgesetzt werden kann. In der Regel geht es um taktische Finessen bzw. Umstelllungen.


    Kommunikation im Fußball ist unheimlich wichtig. Ohne die kein Fußball. Bei den Videobesprechungen können die Reaktionen des Trainers wichtige Erinnerungsbausteine für bestimmte Situationen sein.


    Nachteil: Zu viel Kommunikation, bzw. übertriebene. Grund ist die beschränkte Aufnahme- und Verarbeitungskapazität innerhalb einer bestimmten Zeit, wie wir aus Erfahrung wissen. Ich könnte eine Menge Trainer nennen, BL, die ihre Spieler "zugedeckt" haben mit Infos.

    Meine Meinung zur derzetigen Mannschaft und dem 0:3 gegen St. Pauli ist folgende:


    1. Die Mannschaft hat in den letzen Wochen tagtäglich trainiert. Das geht in die körperliche und mentale Substanz, die erst aufgebaut und regeneriert werden muß


    2. St. Pauli hat eine verstärkte und eingespielte Truppe - keinen neuen Kader


    3. Der FCI hat die Mannschaft komplett erneuert und befindet sich in der Findungsphase


    4. Komplette Wechsel in den Halbzeiten stellen besondere Anforderungen ans Verständnis und Zusammenspiel. Die Laufwege in einem realen Wettkampf sind anders als in jedem Trainingsspiel


    5. Die Fehler in der 2. Halbzeit zeigen auf, wo Defizite sind


    6. Ein Defizit hat der Trainer bereits angesprochen und auch trainieren lassen. Es ist das Flügelspiel. Daran muß weiter gearbeitet werden


    7. Mentalität siegt über Qualität. Folge dieser Philosophie, meine aber, dass ein Klassestrürmer uns gut täte.


    Hoffe sehr, dass durch die nächsten Spiele eine Konsolidierung der Mannschaft stattfinden wird. Dann wird auch die Leistung stimmen. Wir sollten mit der Kritik deshalb etwas rücksichtsvoller sein.

    Nicht das Alter, sondern die Leistung ist entscheidend. Deshalb ist eine pauschale Aussage diesbezüglich, er sei zu alt, nicht OK.


    Der Hinweis von Drexler, dass Träsch vielleicht die Hälte der Spiele absolviert hat, ist zwar richtig, doch auch wieder nicht, denn es kommt auf die Art der Verletzung an. Träsch hatte m. W. einen Kreuzbandriss.


    Ein Kreuzbandriss z. B. ist etwas anderes als permanente Muskelprobleme. Bei einem Kreuzbandriss geht i. d. R. ein Zweikampf voraus, der bekanntlich Bestandteil des Fußballs ist. Bei solchen Verletzungen sollte der Arbeitgeber auch an seine soziale Verantworung denken, schließlich ist ein Kreuzbandriss ein plötzliches Ereignis während des Spiels, also ein Arbeitsunfall.

    Permanente Muskelprobleme sind dagegen schwierig zu diagnostizieren und zu behandeln. Kreuzbandrisse dagegen schon.


    Arbeitsunfälle sollten nicht zu Vertraugsauflösungen führen. Im übringen betont der Spieler, dass es ihm nicht um Geld geht, sondern um ein Gesamtpaket. Damit geht er auf den Verein zu. Welche Gründe nun tatsächlich nicht zur Vertragsverlängerung geführt haben bzw. führen, kann ich nicht beurteilen. Ich habe diesbezügl. nichts gehört.


    Wie man im DK liest, ist der Kader mit 23 Mann etwas klein, so der Trainer. Wie die Kaderplanung ist und auf welchen Positionen Defizite und Überhänge bestehen, kann man vermuten, aber nicht tatsächlich wissen.


    Das Träsch dazu noch ein echter Schanzer ist, braucht nicht erwähnt zu werden.

    Röcher hat, aus welchen Gründen auch immer, beim FCI keine Form gefunden.


    Ein Verkauf konnte offensichtlich seinem alten Arbeitgeber nicht schmackhaft gemacht werden. So verstehe ich die Leihe als einen guten Kompromiss. Sollte er dort einschlagen, besteht die Kaufoption. Mit dieser wurde wohl das Geschäft schmackhaft gemacht. Henke hat das gut gemacht.

    Finde den Beitrag sehr gut, weil er mit seinen Infos viele interessante Auskünfte über jeden einzelnen Verein gibt und so das gegenseitige Verständnis fördert. Damit werden Vorurteile verhindert oder beseitigt. Freundschaften lassen sich leichter schließen.


    Übrigens: In der 3. Liga spielen 10 ehemalige Deutsche Fußballmeister und ein Europacupsieger.


    Ich verrate nicht, wer das ist. Soll eine kleine spannende Aufgabe sein. Viel Spaß!

    Schanzer79 , bleibe dabei, dass wir ein Strürmerproblem haben.


    Auch wenn die beiden getroffen haben, so bleibt abzuwarten, wie erfolgreich sie in Pflichtspielen sein werden. Denn nach so einer kurzen Zeit schon so überzeugt zu sein, dass wir kein Stürmerproblem haben, ist verfrüht. Freundschaftsspiele sind, wie wir wissen, mit Vorsicht zu genießen.


    Die Chance für beide sehe ich darin, dass wir in einen niedrigeren Klasse spielen und sie sich nach einer Eingewöhnungszeit durchsetzen.


    Kutschke geht dabei sehr clever vor. Er läßt lautstarkt andere für sich arbeiten und erweckt den Eindruck, Chef zu sein. Spieltechnisch muß er sich steigern.