Beiträge von Schwanzer19

    Ich bin, ehrlich gesagt, optimistisch.

    Ich komme zurück auf das Interview nach dem Heimsieg. Es hat mich beeindruckt. Nach so einem hohen Sieg würde jeder Trainer voll des übertriebenen Lobes sein. Nicht so die Trainerin. Sie beantwortete alle Fragen schlich knapp und präzise und erschöpfend. Es ist davon auszugehen, dass sie ebenso mit den Spielern spricht. Das ist die kurze Ansprache, die verständlich und unkompliziert ist. So weiß jeder schon nach kurzer Zeit was gemeint ist und probiert es im Training aus und setzt es bewußt im Spiel um. So verliert man auf dem Weg zum Erfolg keine Zeit.

    Sandhausen ist kein Spaziergang. Aber machbar.

    Immer wieder war vom FC zu hören, wie gut der Kader der Mannschaft ist. Einer der besten in der 3. Liga.

    Warum gelingt es dann nicht, die Leistung bei der Mannschaft abzurufen, die in ihr steckt? Mir scheint. da ist zu wenig Leistungsdruck durch harten Wettbewerb vorhanden. Der FC liegt bei den Entlassungen von Trainern an der Spitze.

    Was könnte eine Ursache sein? Was wirkt auf die Leistung und Einstellung einer Mannschaft negativ? Eine Mannschaft beobachtet genau das Umfeld Trainer und Management. Sie merkt schnell, welche Durchsetzungskraft dabei der Trainer entwickelt. Ein Trainer, der meist nachgibt wird beim Training und in den Besprechungen nicht mehr ernst genommen. Das Ergebnis zeigt sich auf dem Spielfeld. Es wird nach Lust und Laune gespielt. Hauptsache das Gehalt stimmt.

    Sabrina hat sich in jeder Beziehung kontinuierlich weiter entwickelt. Sie hat auch Durchsetzungsvermögen und Kreativität gezeigt. Sie kann sich sehr gut in die Denke von männlichen Spielern versetzen und sie auch überzeugen und begeistern.

    In der Summe hat sie über längere Zeit permanent Erfolge in der BL erzielt, ohne Schwankungen. Folglich hat sie taktische und psychologische Konzepte und Ziele die sie auch in Erfolge umzusetzen verstand. Und das gegen Mannschaften namhafter Vereine.

    Die Berichte die ich las beeindruckten mich. Ebenso auch der Tabellenstand. Das alles läßt hoffen.

    Nicht das Geschlecht ist entscheidend, sondern die Leistung der Mannschaft auf dem Platz. Wenn es Sabrina gelingt, diese auch bei den Profis zu wiederholen, dann wird sich auch das Stadion wieder füllen. Geben wir ihr die Chance. Natürlich ist die Zeit kurz, die sie hat. Aber beobachten wir, wie der einzelne Spieler seine Einstellung in den letzten Spielen ändert! Es könnte eine Trendwende kommen - vielleicht dadurch, dass eben manchen der männliche Stolz packt, gegen über einer Trainerin ja keine spielerische Schwäche und Disziplin zu zeigen.

    Ich würde diese "Schanzerin mit Herzblut" weiter im Verein halten, falls es nicht auf Anhieb mit dem Cheftrainer klappt, sondern sie als Assistentin einem erfahrenen und erfolgreichen Mann zur Seite stellen. Bin mir sicher, sie würde sich nach und nach weiter entwickeln, sich durchsetzen und letztendlich sehr erfolgreich sein.

    Meine Beobachtung beim Spiel gegen Essen war richtig und auch sachlich begründet. Die Entlassung von Köllner bestätigt es.

    Von mir wurde die Einstellung der Mannschaft zu Recht kritisiert. Es war eine blutleere Vorstellung, trotz des Sieges von 2:0 gegen lahme Zebras.

    Eine Elf, die so auf dem Platz auftritt, hat vor dem Trainer keinen Respekt.

    Die Klatsche in Essen überrascht wenig!

    Beim letzten Heimspiel-Sieg gegen Duisburg (2:0) saß ich mit ehemaligen Mannschaftskameraden auf der Tribüne. Wir sahen eine Mannschaft, die irgendwie lässig und wenig motiviert ihr Soll auf dem Platz abspielte. Fast hatte man den Eindruck, eine Niederlage hätte man auch in Kauf genommen. Die Elf spielte blaß und ohne Herzblut. Diese Einstellung wäre bei einem anderen Gegner ins Auge gegangen, denn mit dieser laschen Einstellung baute der FC sogar den Gegner auf. Der war nicht in der Lage, das Geschenk anzunehmen.

    Am Ende klatschten die Zuschauer dankbar. Das ist ein Zeugnis dafür, wie dankbar man inzwischen auf auch für magere Kost geworden ist - Hauptsache es war ein Sieg.

    Das sind Beobachtungen einer Mannschafts-Einstellung und der Begründung, weshalb die Klatsche in Essen wenig überrascht.

    Der Unparteiische hat das dritte Spiel in der Liga gepfiffen. Offensichtlich will er sich profilieren. Allerdings sollte eine Profilierung in Form einer einwandfreien Leistung erfolgen. Das ist in diesem Fall nicht so gewesen. Er hat seine Autorität falsch verstanden und mißbraucht.

    Diesem "Unparteiischen" sollte man die rote Karte zeigen und für diese Saison sperren. Als Lehrgeld und zum Nachdenken.

    Ich kann Spider wieder nicht folgen. Wir malen uns wirklich keine Welt, wie sie uns gefällt. Wir orientieren uns an Fakten und Tatsachen - und die kann man doch nicht leugnen.

    Das Beispiel mit Corona, als deswegen die Ränge leer waren, ist für einen Vergleich nicht brauchbar.

    Übrigens wissen wir, was wir von der Entscheidung, das Erfolgsteam Aufstieg 2. BL komplett zu entlassen, was wir davon zu halten haben.

    Spider meint, man solle nicht wegen der fehlenden Zuschauer "heulen".

    Lieber Spider, stellt Dir bitte vor, Du wärst Fußballprofi geworden. Warum wohl? Etwa "nur" um Geld zu verdienen? Oder wärst Du Profi geworden, weil Du vor vollen Rängen erfolgreich Fußball spielen wolltest? Die Antwort ist doch klar: Du wärst nur dann voll und ganz zufrieden, wenn nicht nur das Geld stimmt, sondern auch das Stadion voll mit begeisterten Anhängern bei jedem Spiel besetzt ist!. Außerdem spielt doch jeder Profi mit einem gewissen Ego auf Berühmtheit und PR in Presse und Umgebung.

    Wer diesen Ehrgeiz und Siegeswillen nicht hat, der sollte kein Fußballprofi werden.

    Fußballer sind mit Künstlern durchaus zu vergleichen. Sie alle wollen vor großem Publikum spielen und tun das auch um Anerkennung zu bekommen. Das schlimmste, was einem Pianisten, Schauspieler etc., passieren kann, ist, es kommt keiner oder nach dem Theaterstück herrscht Ruhe im Saal und keiner applaudiert.

    So oder so, die Psychologie spielt eine wichtige, weil motivierende, Rolle.

    Die Soziologie spricht von Grundbedürfnissen des Menschen. Eines davon ist: ANERKENNUNG! Sie ist Motor zur Leistungssteigerung. Bei nicht Anerkennung von Leistung folgt Leistungsminderung. DAS IST EIN GESETZ!

    Dann folgende retorische Frage: Blamiert man sich lieber vor 3000 Zuschauern oder 15.000? Welche Blamage ist schlimmer? Wenn man nur vor wenigen Zuschauern spielt, ohne Fernsehübertragung oder mit Fernsehübertragung und vollem Stadion?

    Die Auswärtsschwäche ist in diesem Jahr sehr, sehr augenfällig. Das zeugt von taktischer Schwäche und Einstellung der Mannschaft.

    Umgekehrt sieht die Heimbilanz in diesem Jahr recht positiv aus. So wäre es in der Vergangenheit wünschenswert gewesen und wir wären nicht abgestiegen. Leider war es die Heimschwäche, die uns alles vermasselt hat.

    Mit der diesjährigen Heimstärke und einer Auswärtsstärke von 50 % wären wir oben bei den Aufstiegsplätzen.

    Die Auswärtsschwäche zu beseitigen, wird nicht möglich sein. Zu viele Verletzte und zu viele gelbe Karten. Hier ist die Problematik.

    2015, dem Aufstiegsjahr, waren wir auswärts sehr stark und zuhause konnte man zufrieden sein. Wenigstens im 1. Jahr. Im 2. BL-Jahr war die Heimschwäche wieder präsent und der Abstieg kam.

    Ob eine Mannschaft zuhause stark ist, hängt auch von der Unterstützung der Anhänger ab. Das sieht man bei St. Pauli oder Dresden. Die Stadien sind dort immer rappel voll.

    In Ingolstadt kommen die Zuschauer nur dann, wenn über einen längeren Zeitraum die Heimspiele gewonnen werden. So gesehen ist die Binsenweisheit die: In Ingolstadt darf kein Spiel verloren werden. Bei Auswärtsspielen wäre man schon zufrieden, wenn dort jedes Spiel unentschieden ausginge.

    Der Relegationsplatz wurde durch individuelle Fehler aus der Hand gegeben.

    Als ich las, dass Kayo die rote Karte bekam und dass die Mannschaft sich sofort hinten reinstellte, war mir klar, dass das die falsche Taktik für die letzten 20 Minuten ist. So kam es auch.

    Es fehlt der Mannschaft an Selbstvertrauen und Cleverness. Nicht zu fassen. Wer kann der Mannschaft das noch in dieser Saison vermitteln?

    Bei dieser Heimstärke sollte es eigentlich auch mit 10 Mann gegen den Tabellenletzten klappen!

    Es war alles andere als eine taktische Meisterleistung!

    Die Mannschaft hat mit Geduld zuerst die 0 gehalten und auf Fehler des Gegners gewartet, was sich dann beim 1:0 ausgezahlt hat.

    Erfreulich die Heimstärke, die endlich immer mehr zu einer Macht im Audi Sportpark heranwächst. Das Selbstvertrauen der Mannschaft wird auch in den Auswärtsspielen zunehmen und dann können wir mit Optimismus in die Zukunft schauen.

    Köllner läßt nämlich die Mannschaft Fußball spielen und das Ergebnis ist, dass das individuelle Können immer mehr zu einem spielentscheiden Trump wird, weil durch Spaß am Ball das Selbstvertrauen der Spieler wächst, keinen Zweikampf zu scheuen und im Zweikampf Sieger zu sein.

    Schöner Fußball für das Auge, und wenn er dann auch noch erfolgreich ist, der lockt wieder die Zuschauer ins Stadion.

    Genau das braucht es. Der FC ist auf dem Weg dorthin.

    Zwei Dinge sollte der DFB sehr ernsthaft prüfen und realisieren:

    1. In der 3. Liga, die eine Profiliga ist, muß der Videobeweis eingeführt werden.

    2. Kutschke wegen unsportlichen Verhaltens (Verweigerung des Hinweises an den Schiri, dass keine Berührung stattfand. Beweis:

    Eigene Aussage in der Presse), und ebenfalls zu einer Sperre verurteilen - oder Geldstrafe verhängen.

    Kutschke ist einer, der es immer wieder schafft, trotz wenigem Fußballkönnen aufgestellt zu werden. Seine Ballbehandlung wird mangels Koordinationsvermögen von vielen Stockfehlern begleitet . Allein sein körperlicher Einsatz und seine scharfe Zunge gleichen das aus, wobei er es versteht,beides rücksichtsvoll einzusetzen, damit andere für ihn so arbeiten, dass er möglichst allein davon profitiert. Mit deren Hilfe erzielt er seine Tore. Viele davon durch Elfer, weil sich keiner traut, zu widersprechen. Seine Körpergröße hilft ihm dabei. In der Torstatistik sieht man die Elfertore nicht.

    Einen Nachteil hat seine Körperlänge schon. Nämlich beim Umsetzen in schnelle Körperbewegungen. Das ist sein Nachteil.

    Diesen gleicht er raffiniert aus.

    Es heißt immer, er setzt sich für die Mannschaft bedingungslos ein. Mag sein. Aber dabei achtet er darauf, persönlich besonders viel davon zu profizieren. Gnadenlos. So gesehen ist jeder Nebenspieler arm dran, wenn er neben Kutschke spielen muß, denn die Paßgenauigkeit beim Kurzpasspiel läßt zu wünschen übrig und seine Bewegungen sind zu langsam im Spiel Mann gegen Mann, deshalb versucht er, diesen Nachteil oft durch übertriebenen Körpereinsatz auszugleichen. Der Beweis dafür sind seine hilflosen Fouls. Sein Verhalten gegen Fröde hat es wieder einmal bestätigt.

    Kutschke ist eben kein filigraner Fußballspieler. Gehört er vielleicht zu denen, die sich durchschlagen?

    Von Nachtreten kann keine Rede sein. Kutschke berührt das Bein seines Gegenspielers. Das ist alles. Entscheidung auf rot ist falsch.

    Der Schiri hatte nichts gesehen, weil es nichts zu sehen gab. Er, der Schiri, ist derjenige, der das letzte Wort hat und nicht der Linienrichter. Andererseits kennen die Schiris ihre Pappenheimer und wissen, welche Typen sie sind. Kutschke ist einer, der ständig provoziert und so war es auch. Er tat es immer wieder. Also war und ist er ein kein Engel. Über einen Elfer hätte er sich nicht beschweren dürfen.

    In den Filmaufnahmen sieht man immer wieder, wie Kutschke seinen Gegenspieler anfaßt und versucht zu provozieren, der wiederum sich immer wieder wegdreht.

    Die Behauptung von Kutschke, er war am Überlegen zu Schiri zu gehen und ihm zu sagen, es war nichts, ist nicht wirklich glaubhaft. Ein Ehrenmann tut das, war richtig ist. Unrecht mit Unrecht zu vergelten, ist keine Gerechtigkeit.

    Und selbst wenn Kutschke mehrmals beleidigt wurde, so hat er als Spieler nach der Regel die Möglichkeit, dies dem Schiri anzuzeigen.

    Kutschke hat seiner Mannschaft auf diese unfaire Weise wahrscheinlich zu drei Punkten geholfen.

    Schade, dass es in der 3. Liga keinen Videobeweis gibt.

    Jens87

    Seinen Hinweis finde ich unheimlich wichtig:

    "Es fehlt an einer Zielvorgabe. Das fehlt leider seit Jahren in dem Verein. Schade, dass beide Ingolstädter Vereine es nicht auf die Reihe bekommen zeitgleich erfolgreich zu sein."

    Genau. Eine Zielvorgabe ist aus vielen Gründen wichtig. Zu einem sagt sie der Öffentlichkeit, was gewollt ist. Damit kann man für den Verein Zustimmung und Unterstützung erreichen.

    Bei einer Zielvorgabe wissen Trainer und Spieler, was von ihnen verlangt wird und können sich so einstellen.

    Nur bei einer Zielvorgabe können Zielabweichungen festgestellt und korrigiert werden. Existiert keine Zielvorgabe, wird nicht wirklich nach Ursachen gesucht, sondern gemauschelt. Man lügt sich gewissermaßen selbst in die Tasche.

    Beim FCI können wir von mehreren Zielen sprechen, die erreichen gewesen wären und die dem Trainer bekannt waren.

    a) Weiterentwicklung der Mannschaft und Integration junger Spieler

    b) unverzüglicher Aufstieg in die 2. BL

    Ziel b) droht vom Trend her mit an Sicherheit herrschender Wahrscheinlichkeit nicht erreichbar. Deshalb ist es als verfehlt zu betrachten. Folge: Entlassung/Beurlaubung, etc.

    Mir drängt sich seit Jahren schon der Verdacht auf, dass beim es beim FCI ein verschwommenes, nicht klar definiertes Anforderungsprofil für Trainer gibt, das den Zielsetzungen des FCI entspricht. Die überdurchschnittlich vielen Trainerwechsel sind ein Beweis dafür.

    Die heutige DK-Ausgabe sollte man gelesen haben. Baiersdorfer sagt "Ich bin mir sicher, dass alle Schanzer ihn, unseren Stab und unsere Mannschaft mit Hingabe unterstützen werden, um die sportliche Entwicklung voranzutreiben und durch Erfolge wieder auf Kurs zu kommen."

    Der neue Trainer wird dabei nicht erwähnt. Er wird aber mit dieser Aussage indirekt in die Pflicht genommen.

    Zitat DK, Metzelder: "neben der Leidenschaft für den Fußball", auch aufgrund seiner "Entschlossenheit in dieser sehr herausfordernden und intensiven Liga" bestens ins Anforderungsprofil des Klubs.

    Wichtiger wären im Anforderungsprofil z. B. ein Konzept und nachweislich sportliche Erfolge, wie man einen Absteiger in kürzester Zeit so weiterentwickelt, dass er sofort den Wiederaufstieg schafft. Warum fehlt das im FC-Anforderungsprofil?


    Leidenschaft und Entschlossenheit sind Selbstverständlichkeiten, über die man gar nicht erst viel reden muß. Für ein Anforderungsprofil gibt es wichtigere Kriterien, wie. z. B. kontinuierliche Erfolge im Profifußball in mindestens den letzten zwei Saisonen. In Dresden hat Capretti in der letzten Saison kein einziges Spiel gewinnen können. Mit Verl ist Cabretti deshalb aufgestiegen, weil der eigentliche Aufsteiger keine Lizenz beantragt hat.

    Capretti sagt im DK: "Wir sollen in allen Phasen des Spiels aus einer guten Ordnung heraus dominant auftreten, viel in Ballbesitz sein und den Ball schnell wiederbekommen, wenn der Gegner der Ball hat." Zitatende.

    Das wollen doch alle. Wünschenswert wäre doch eine konkretere Aussage, wie er das erreichen will. Etwas mehr Tiefe wäre gut und interessant. Ein Vermitteln von Begeisterung täte in der Situation allen gut.

    Capretti ist Pädagoge und hat Mathe, Sport und Religion unterrichtet. Als Aushilfslehrer.

    Es besteht die Hoffnung, dass Capretti als Pädagoge mit Methodik und Didaktik vorgeht und wirklich als ein Fußballlehrer arbeitet, so, wie er im Buch steht. Dann könnte sich der Erfolg einstellen. Rehm und seine Vorgänger hatten es mit Pädagogik nicht so sehr.

    Eine weitere gute Voraussetzung ist, dass Capretti Mathematiker ist. Die gehen i. d. R. strukturiert und logisch vor. Und wenn er zu den guten Mathe-Lehrern gehört, dann wird er seinen Spielern auch das Fußball-Ein-Mal-Eins erfolgreich vermitteln.

    Vielleicht hilf ihm und seinen Spielern die Religion, kritische Situationen besser zu überstehen. Das ist nicht zynisch gemeint.

    Ich hoffe wirklich sehr, dass ich mich mit meiner Analyse dort täusche, wo ich negativ bin. Sollte das der Fall sein, würde ich mich selbstverständlich sofort fairerweise entsprechend korrigieren.

    Skeptisch bin ich auch deshalb, weil die Entscheidung in kürzester Zeit gefallen ist. Das nährt zusätzlich meine Zweifel, weil dann wichtige Punkte bei der Auswahl übersehen werden können.

    Dem FCI und auch uns und mir wünsche ich nichts mehr, als die 2. Liga. Deshalb mein Beitrag. Vermutlich bin ich ein einsamer Rufer in der Wüste.

    Wunderbare sachliche Beiträge. Erfreulich.

    Der Neue wir einem enormen Druck ausgesetzt sein. Dem muß er standhalten. Aber das wird nicht reichen, denn man erwartet von ihm auch, dass er die komplette Mannschaft mit neuen Impulsen motiviert und ihr das nötige Selbstvertrauen vermittelt.

    Das ist ein Weg, um die Mannschaft weiterzuentwickeln.

    Wenn ich könnte (ohne Überheblichkeit) würde ich ihm empfehlen eine Analyse darüber anzustellen, warum die Mannschaft in den Heimspielen oft versagt hat. Wenn es ihm dann gelingt, Ruhe durch Selbstvertrauen zu vermitteln, dann könnte es bald nach oben gehen.

    Er hat seinen Trainerschein frisch gemacht. Da sollte doch einiges hängen geblieben sein.

    Als Trainer kann man viel erzählen, wichtig ist es, dass es auf dem Platz funktioniert. Aus meiner Zeit weiß ich, dass der neue Trainer schon bei seinem ersten Auftritt von jedem Spieler genau und kritisch beobachtet wird und entsprechend hängt man sich dann ins Training, mehr oder weniger.

    Unserem Verein wünsche ich, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Wahrheit liegt auf dem Platz (Rehagel). Stimmts?

    Was ist zur Trainerlaufbahn zu sagen?

    Sie ist sehr kurz und daher ist eine Prognose schwierig. Festzustellen ist, dass sehr viele Wechsel stattgefunden haben. Wobei diese Wechsel meist zwischen den Vereinen waren, bei denen er entweder gespielt hat oder auch Trainer (Spielertrainer) war.

    Offensichtlich hat er dort immer einen guten Draht gehalten, so dass er wieder zurückkehren "durfte".

    Diese Wechsel wurden offensichtlich notwendig, weil der gewünschte Erfolg ausblieb. Kontinuität und steile Weiterentwicklung sehen anders aus. Trotzdem, da ist Luft nach oben, schließlich ist er 40 Jahre jung.

    Aufgrund seiner aktiven Zeit als Spieler und Spielertrainer ist anzunehmen, dass er im Umgang mit jungen Menschen einen kurzen Draht hat. Hoffen wir es.

    Ein Fazit kann sein, bei so vielen Wechseln, dass es (noch) an Stabilität und Erfahrung möglicherweise fehlt. Auf alle Fälle wird er sehr auf Unterstützung angewiesen sein.

    Was meint Ihr?

    Ich habe mir erlaubt, in Wikipedia die Trainerkariere unseres neuen Trainers anzuschauen und zu kopieren. Seine Spielerkarriere erspare ich uns.

    Hier ist sie, die Trainerkarriere:

    Trainerkarriere

    Als Spielertrainer wirkte Guerino Capretti von 2015 bis 2017 beim Westfalenligisten Delbrücker SC. Mit den Delbrückern wurde er 2016 Vizemeister der Westfalenliga 1 und verpasste nach einer 1:4-Niederlage im Entscheidungsspiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn den Aufstieg in die Oberliga Westfalen.[2] Ebenfalls 2016 erreichte er mit seiner Mannschaft das Halbfinale im Westfalenpokal, das nach Elfmeterschießen gegen die SG Wattenscheid 09 verloren wurde.[3] Im April 2017 wechselte er als Trainer zum Regionalligisten SC Verl und wurde dort Nachfolger von Andreas Golombek. Kurioserweise spielte Capretti als Spielertrainer noch die Saison für Delbrück zu Ende.[4]

    Mit den Verlern wurde er 2020 Vizemeister der Regionalliga West. Da Meister SV Rödinghausen keine Lizenz für die 3. Liga beantragte, trafen die Verler in den Aufstiegsspielen auf den 1. FC Lokomotive Leipzig. Nach zwei Unentschieden stiegen die Verler dank der Auswärtstorregel in die 3. Liga auf. Am 5. Mai 2021 erhielt Capretti nach erfolgreichem Abschluss des Lehrganges die Fußballlehrerlizenz.[5] Mitte Februar 2022 wurde er freigestellt, als die Mannschaft nach dem 26. Spieltag der Saison 2021/22 im Tabellenkeller einen Punkt Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hatte.[6]

    Anfang März 2022 übernahm Capretti den Zweitligisten Dynamo Dresden als Nachfolger von Alexander Schmidt. Der Aufsteiger stand nach dem 24. Spieltag der Saison 2021/22 und zuletzt sieben sieglosen Spielen in Folge mit 26 Punkten auf dem 14. Platz und hatte einen Punkt Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. Capretti unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024, der ausschließlich für die 2. Bundesliga gültig war.[7] Unter Capretti blieb die Mannschaft bis zum Saisonende weiter sieglos und belegte in der Rückrundentabelle den letzten Platz. In der Abschlusstabelle bedeutete dies den 16. Platz, womit man in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern antreten musste. Auch dort blieben die Dresdner mit einem 0:0 im Hinspiel sowie einer 0:2-Niederlage im Rückspiel sieglos und stiegen ein Jahr nach dem Aufstieg direkt wieder in die 3. Liga ab. Durch den Abstieg verlor der Vertrag seine Gültigkeit. Ein neuer Vertrag wurde nicht abgeschlossen, womit Capretti Dresden verließ.[8]

    Anfang Februar 2023 übernahm Capretti den Drittligisten FC Ingolstadt 04 als Nachfolger von Rüdiger Rehm.[9] Die Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt nach dem 20. Spieltag der Saison 2022/23 mit 31 Punkten auf dem 7. Platz. Der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz betrug 5 Punkte, auf einen direkten Aufstiegsplatz 7 Punkte." Zitatende.

    Für Capretti eine Chance, sich zu beweisen.

    Jens87:

    Sorry aber was sinnvoll wäre wäre dann auch ein klares Statement seitens den Verantwortlichen. Wie ist die Vorgabe an den Trainer? Was ist das Saisonziel?

    Genau das ist es.

    Wenn nämlich sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt, muß man die Strategie wechseln. Bekanntgabe, wie jens 87 es vorschlägt.