Es gibt mehrere Lösungen, von den langen Bällen wegzukommen:
1. Wenn man schon weiß, dass der nominelle Spielgestalter Thalhammer nicht als solcher funktioniert, dann muss man es auch Mal über den anderen Sechser probieren. Der lässt sich dann im Spielaufbau auch Mal zwischen die beiden IVs fallen, die Außenverteidiger schieben weiter rauf und entzerren somit das Mittelfeld.
2. Auch ein IV kann Mal ein paar Meter gehen. Dabei zieht er 1-2 gegnerische Spieler aus der Deckung. Die müssen ja dann woanders fehlen. Dann kommt der Pass auf zB Thalhammer, der dann auch mehr Zeit hätte, mit der Kugel was aufzubauen.
Möglichkeit 1 machen wir nicht, weil Krauße als zweiter Sechser auch ein ziemlicher Zerstörer ist. Wieso aber nicht einfach Mal Beister anstatt Thalhammer da ausprobieren? Schlechter kann's ja nicht werden.
Möglichkeit 2 machen wir auch nicht. Unsere IV sind viel zu statisch, ich hab immer das Gefühl, 30 Meter vor unserem Tor steht eine unsichtbare Mauer, die sie nicht überqueren dürfen. Von einem Schröck kann man solche Versuche eigentlich schon Mal erwarten, bei Paulsen mach ich mir da keine Hoffnungen..
Als Konsequenz, dass wir den Ball nicht ins Mittelfeld bringen, berauben wir uns einer großen Stärke: Die Geschwindigkeit von Ananou auf der rechten Seite ist eine Waffe. Nur kann er die selten ausspielen, er kommt ja nie hinter die gegnerischen Verteidiger bzw. in ein Sprintduell. Wäre der Ball im Mittelfeld und die erste Angriffslinie des Gegners überspielt, hat Ananou auf außen auch mehr Platz und könnte die Linie rauf rennen.
Das alles könnte doch im Training seit nunmehr 11 Monaten geübt werden!