FC Ingolstadt 04 : SV Meppen (So. 01.Dezember 2019, 13:00 Uhr)

  • In HZ 2 war es ähnlich wie gegen Zwickau. Auch da hätte Zwickau längst den Ausgleich verdient gehabt, denn unsere Mannschaft stand nur mehr hinten und nach vorne immer schlampig und kaum erobert, schon den Ball wieder verloren. Wir müssen uns eingestehen, dass diese Mannschaft keine Spitzenmannschaft ist. Sie ist auf dem Niveau wie weitere 8 Vereine. Es fehlt ein Stabilisator im Mittelfeld und auch unsere Sturm ist nicht durchschlagkräftig. Eckert zeigt schon mehrere Spiele absteigende Form.
    Ich sage deshalb Niederlagen voraus in Magdeburg und (ganz bitter) auch gegen 1860. Und dann müssen wir froh sein wenn wir gegen Jena zum Jahresausklang nicht auch runterfallen.

    Du schreibst, dass unser Sturm nicht durchschlagskräftig ist, Du weißt schon, dass wir nach Duisburg die meisten Tore der Liga geschossen haben? Das der sofortige Wiederaufstieg kein Selbstläufer wird, war vor der Saison eigentlich auch allen klar. Das wir keine Spitzenmannschaft sind, in dem Punkt gebe ich Dir recht, momentan würde ich auf keine Mannschaft wetten, dass diese am Ende der Saison aufsteigt. Beim Abstieg sehe ich es, mit einer Ausnahme, ähnlich. Gegen Magdeburg wäre ich mit einem Punkt zufrieden. Die letzten beiden Spiele vor der Winterpause sollten zu Hause gewonnen werden, auch wenn Sechzig in den letzten beiden Spielen richtig stark war.

    "Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel!" (Lukas Podolski)

  • Oh mei, es gibt keine einzige souveräne Mannschaft in der 3 LIga, selbst der Tabellenführer Duisburg hat verloren und spielt für mich auch keinen überzeugenden Fussball. Habe mir mittlerweile fast alle Mannschaften angeschaut.


    Wenn du aufsteigen willst mußt du einfach konstant Punkten, wir werden sicherlich ncoh 2 Siege brauchen um weiterhin vor der WInterpause oben mitzusielen.


    Magdeburg wird ein echter Gradmesser werden.....

  • Glaube auch das in dieser Spielzeit nicht die spielerisch beste, sondern die soliedeste Manschaft vorne stehen wird.

    Deshalb sind diese verschenkten Punkte auch so ärgerlich. Der Vereinsführung wird jetzt klar, das der Aufstieg absolut realistisch ist, daher wohl auch die für seine Verhältnisse heftige Kritik vom Trainer.

  • Eine gute Halbzeit reicht einfach nicht zum Gewinnen. Der Ausgleich gestern kam ja auch nicht aus dem Nichts, das es die letzte Szene des Spiels war, macht es natürlich sehr schmerzhaft. Braunschweig wir wohl gegen Zwickau gewinnen, so sieht es nach 70 Minuten zumindest aus und wir rutschen auf Platz 4 ab. Mal sehen wie sich die Mannschaft gegen Magdeburg am nächste Wochenende präsentiert.

    "Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel!" (Lukas Podolski)

  • Die verdammte Länderspielpause, wir hatten einen so guten Lauf, die Pause hat uns den Rhythmus genommen. Jetzt nochmal die letzten Spiele alles reinhauen und möglichst mind. 6 Punkte holen, dann sind wir gut gerüstet für die Rückrunde... Vllt. auch noch paar Verstärkungen holen und dann aufsteigen!!!

  • Hier ein weiterer Zeitungsbericht aus`m Donaukurier zum Spiel vom Sonntag. Der Artikel ist soweit ganz in Ordnung und fasst vieles auch gut zusammen. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist der Satz, dass gegen Meppen drei Punkte fest eingeplant waren. Da stellt sich mir schon die Frage, von wem? Von Jeff sicherlich nicht, der hatte im Vorfeld vor dem Gegner gewarnt, was er eigentlich vor so ziemlich jedem Spiel auch zu Recht macht. Auch den meisten Fans war im Vorfeld klar, dass Meppen einen ganz guten Lauf in den letzten Spielen hatte.

    "Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel!" (Lukas Podolski)

  • Saibene hat mit dem Satz "Zu viele unnötige Ballverluste" Recht. Siehe DK.


    Er fordert Verstärkung. Die braucht er auch. Aber was kein Geld kostet, aber auch Erfolg bringt, ist Ruhe und Freude am Fußball. Besonders aber höchste Präzision im Zuspiel. Das ist mit fußballpädagogischen Mitteln möglich.


    Unpräzises Zuspielt und die damit verbundenen Ballverluste habe immer mehrere Ursachen. Ich will versuchen, einige zu beschreiben.


    1. Schon im Training muß Präzision geübt und gefordert werden. Immer wieder müssen die Spieler auf Fehler hingewiesen werden, bis sie es richtig gut machen. Das gute Zuspiel muß besonders gelobt werden. Im Spiel muß man es schließlich können, besonders unter Druck. Nach dem Spiel das schlechte Paßspiel zu kritisieren, ist zu spät.


    2. Vor dem Spiel wurde die Mannschaft öffentlich unter Druck gesetzt (intern weiß ich es nicht). Das war nicht gut. Wichtig ist es, Druck zu nehmen, denn der ist schädlich.


    Kutschkes Aussage im DK, dass jeder, der den Ball hatte, ein armes Schwein war, weil keiner ihm half bzw. den Ball haben wollte, die ist zugreffend.


    Gerade in der zweiten Halbzeit nahm der Druck auf die Mannschaft besonders zu, weil bei zunehmender Spieldauer und dem knappen Vorsprung keiner mehr einen Fehler machen durfte bzw. wollte. Es stand ja einiges auf dem Spiel. Druck ist eine Ursache für Fehler. Die Bälle wurden einfach hoch und weit weggeschlagen. Der Gegner erkennt daran Schwäche und setzt nach. Er wurde auch am Ende belohnt.


    Ich habe viele Spiele des FCI gesehen, dabei jeweils bei Vergleichen der beiden Mannschaften feststellen müssen, leider, dass der FCI besonders in den Heimspielen sehr nervös und hektisch spielt. Die Folge ist, dass die Bälle ungenau, also z. B. zu hoch, zu lang, nicht in den Lauf, oder holperig zugespielt wurden. Kurz gesagt: einfach schlampig.


    Was ist die Folge unpräzisen Zuspiels?

    Die Folge unpräzisen Zuspiels ist, dass der Mitspieler den Ball erst verarbeiten muß und damit wertvolle Zeit verliert, die dem Gegner hilft. Schlechtes Zuspiel ist ebenso schlechte Trainingsarbeit wie schlechte Arbeitsqualität. Das gehört im Training sanktioniert damit es im Spiel nicht vorkommt. Die Paßquote und Fehlerstatistik sind der Beweis.


    Meine Beobachtungen des FC-Trainings haben mich erstaunt. So z. B., wie ungenau die Bällen angenommen und weitergespielt wurden und wie schlampig folglich sie beim Mitspieler ankamen. Der hatte in jedem Fall das Problem der Ballannahme und damit den Zeitverlust, weil er den Ball erst verarbeiten mußte. Im Spiel ist das für meinen Mitspieler, meine Mannschaft ein Nachteil und für den Gegner ein Vorteil. Meist kommt es zum Ballverlust.


    Noch mehr erstaunte mich bei der Beobachtung des Training: in keinem der Fälle haben Trainer oder Mitspieler dies bemängelt oder humorvoll reklamiert. Das fehlt im Training des FCI. Korrekturen sind aber unabdingbar. Ohne die gibt es keine Leistungssteigerung.


    Als ich dritt- und zweitklassig spielte, waren genaue Pässe Pflicht. Hektik war uns fremd und Pass Genauigkeit eine Selbstverständlichkeit. Unser Trainer hat auf Paß- und Zuspielqualität größten Wert gelegt. Das hat er immer wieder angesprochen bzw. im Training und Spiel stets gefordert. So hatten wir größtmögliche Paßgenauigkeit ein flüssiges Spiel und eine geringe Fehlerquote. Für solche Pässe, wie sie der FCI spielt, hätten wir uns geschämt.


    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt steht der FCI in der Tabelle gut. Trotzdem sollte man nicht vom Aufstieg sprechen. Das ist zu früh.

    Jedes Mal, wenn die Mannschaft unter Druck kam, ging es in die Hose. So kam es auch zum Abstieg in die 2. und 3. Liga.

  • schön beschrieben, aber genau das muss und kann man üben im Training, gerade Stellungsspiele mit 1 oder 2 Ballkontakte bieten sich da an......und Schwanzer du wirst lachen ich spielte nie so hoch aber in jedem Training haben wir ein Stellungsspiel mit 2 Kontakten gehabt......


    Fördert das Passspiel und auch das Anbieten im Dreieck......

  • Schanzer79, genau die Übung mit zwei oder gar nur einem Ballkontakt zwingt zur schnellsten Orientierung über Freund und Feind.

    Auch den anderen geschilderten Trainingseinheiten stimme ich zu. Sie ergänzen das Training und sorgen für Abwechslung.


    Freilaufen und permanentes Schauen nach allen Richtungen ist unabdingbar. Ohne Unterbrechung!


    So, wie die Bälle bei uns gespielt, planlos gespielt werden, ist eine der Ursachen: der Kopf steckt im Gras. Die andere Ursache ist die mangelnde Fehlerkorrektur. Wo keine Korrektur, schleicht sich die Schlamperei ein.


    Wir hatten einen Österreicher als Trainer. Der hatte stets einen lustigen "Schmäh" bei Fehlern parat. Wir lachten, nahmen aber trotzdem die Kritik sehr ernst.


    Trotzdem, unsere Mannschaft kann Fußball. Sie muß nur richtig eingestellt werden, mit viel hintergründigem Fußballhumor, damit niemand verkrampft und den Humor und Spaß am Fußball nicht verliert. So etwas lieben wir Fußballer.

  • Schwanzer - das Thema „ungenaues Passspiel“ ist leider schon länger eine Krankheit bei uns, die nur zum Teil durch entsprechendes Training mit wenig Fläche und viel wechselnden Konstellationen (Wechselspieler als Anspieler, Drei-Farben-Spiele etc.) behoben und verbessert werden kann. Dann nämlich nicht, wenn ein entsprechender Spielertyp fehlt: Ein erfahrener Spielmacher, der mit ausgeprägter Technik und Spielübersicht das Spiel ordnen und beruhigen kann - an dem sich junge, unerfahrenere Spieler ausrichten können. So ist wohl u.a. der Hinweis auf die Qualität zu verstehen, den sich Jeff nicht verdrücken konnte bzw. wollte...