Unser Club in der Presse

  • Das mit dem Leistungsexplosionen hat v.a. etwas mit der Passfähigkeit der Spieler zu dem Spielsystem und den ihn zugedachten Positionen zu tun. Deshalb sollte man immer das Spielsystem um den vorhandenen Kader entwickeln und nicht andersrum. Ganz deutlich ist dies damals bei Kauczinski gewesen, der einem Kader, der aus zwar körperlich und kämpferisch hervorragenden, technisch und spielerisch aber eher begrenzten Spielern bestand, unbedingt ein spielerisches Ballbesitzsystem mit Kurzpassspiel aufzwängen wollte.

    Sehr deutlich war dies auch bei Hinterseer, der von Kauczinski und Walpurgis auf die Außenstürmerposition gedrückt wurde, obwohl er nun mal ein klassischer 9er ist . Auf dieser Position kommt er in Bochum so richtig zur Entfaltung. Oder Kutschke, der in Dresden nicht ins Offensivpressing musste, da Dresden erst im Mittelfeld gepresst hat, um dann bei Balleroberung den aufgerückten Gegner mit blitzschnellen Angriffen über die Flügel zu überrennen. Dann konnte er auch seine Schnelligkeit ausnutzen, da er nicht platt war. Die Flanken wurden dann entsprechend aus vollem Tempo maßgerecht scharf auf den Schädel geschlagen, und er brauchte seine Rübe nur im Fullspeed hinhalten.

  • Bei Keller gehe ich davon aus, dass er bisher andere taktische Prioritäten gesetzt hat - eben zunächst die Defensive Stabilisierung voran treiben wollte. Wir haben ja nicht nur Schwächen in der Offensive, sondern auch quasi die schwächste Defensive der Liga.

    Bei Kauczinski, Walpurgis und Leitl lag dies v.a. an mangelndem Einfühlungsvermögen, praktischem Know-how bzw. Erfahrung.

    Bei Hasenhüttl hat man das genaue Gegenteil gesehen: Er hat damals sein Spielsystem exakt auf die vorhandenen Spieler ausgerichtet und hatte damit Erfolg, zumal die Motivation der Spieler auch extrem steigt, wenn sie sehen, dass sie ihre persönlichen Stärken einbringen können und und genau sie gebraucht werden.