Saibene nicht mehr unser Trainer!

  • Ich sehe es von zwei Seiten.


    Die eine Seite ist die verschlafene Wintertransferperiode. Hier hätte man einen Spielgestalter holen sollen und die Causa Thalhammer klären.

    Dies hat man leider nicht gemacht.

    Die Mannschaft wirkt schon wieder abgehoben und träumt in 2 Jahren von der Bundesliga wie Paderborn.


    Und hier kommt für mich ein Trainer ins Spiel. Die Jungs auf den Boden holen und nicht in den Keller treten. Seid dem Satz wir sind keine Spitzenmannschaft spielen wir leider auch so.


    Dann dieses System das so von Spielern abhängig ist ohne echte Alternativen.


    Jetzt ist man gezwungen etwas zu ändern, das kann zum gegebenen Zeitpunkt nur wieder der Trainer sein, weil man es im Gegensatz zu anderen Vereinen der dritten Liga verschlafen hat sich zu verstärken.

    ""Es ist wichtig, dass man 90 Minuten mit voller Konzentration an das nächste Spiel denkt." Lothar Matthäus

  • Vor einigen Wochen habe ich schon die Bedenken angemeldet, dass die Nibelungentreue von JS zu Kutschke ihn noch vor große Probleme stellen könne. Nun ist es eingetreten. Durch unser stupides System dass darauf aufbaute ohne großes Aufbauspiel hohe Bälle nach vorne zu schlagen und dann auf Kommissar Zufall zu setzen, haben wir die Negativserie eingeleitet. Fünf Spiele ohne Sieg. Selbst gegen Abstiegskandidaten keine Tore, das verlangt ein Handeln. Die kuriosen Entscheidungen von JS, Spieler von einem Einsatz von Beginn an, im nächsten Spiel dann nicht mal mehr auf die Bank zu setzen haben sicherlich das Selbstvertrauen Einzelner nicht gestärkt. Ich hoffe das nunmehr Spieler wie Beister, Thalhammer und Ayensa wieder einen Schritt nach vorne machen. Und auch Kotzke sollte wieder in die Anfangself (für Antonitsch).

    Der neue Trainer hat sicherlich im ersten Spiel den spielstärksten Gegner der Liga vor sich. Doch ich stimme all denen zu die die Auffassung vertreten, ein weiteres Jahr in der 3. Liga ist wirtschaftlich ein Desaster und stellt den Profifussball in Ingolstadt in Frage.

  • Die „Nibelungentreue“ von Oral zu Kutsche (er nannte es Vertrauen und Rückenstärken) hat uns fast den Klassenerhalt beschert und verhindert anscheinend nicht, dass einige ihn nun vehement als Feuerwehrmann und Retter fordern, obwohl sie im selben Atemzug Saibene für dasselbe Vorgehen verteufeln... 🤦🏼‍♂️

  • Saibene hatte sehr gut angefangen. Er hatte Ruhe in den Verein und die Mannschaft gebracht, was bis dahin gefehlt hat. Darauf hat sein Erfolg gefußt.

    In der Winterpause muß irgendwie der Respekt vor dem Trainer verloren gegangen sein. Nach außen gab man sich loyal, aber innerhalb der Mannschaft muß es gebrodelt haben. Dazu können die ständigen Änderungen in der Mannschaft eine Rolle gespielt haben, damit meine ich die Aufstellung. Keine Mannschaft kann sich so erfolgreich einspielen. Es geht dann auch Zuviel in den Spielerköpfen vor.


    Der andere verhängnisvolle Trainerfehler war das unverständliche Ein- und Auswechseln von Spielern. Z. B. wurden Spieler ausgewechselt die gut spielten, Kutschke blieb im Spiel oder wurde stets aufgestellt. So etwas ist von Spielern nicht nachvollziehbar.


    Ein Hinweis oben, dass Spieler nach ihrem Vereinswechsel aufblühen, fällt ebenso auf. Die Gründe kann man nur vermuten. Das kann zum Beispiel die Spielphilosophie, taktischer Einsatz des Spielers auf einer bestimmten Position sein. Nicht minder wichtig ist der Führungsstil in einem Verein und das Arbeitsklima.


    Wirtschaftlich gesehen, mußte der Schritt erfolgen. Ich persönlich habe ihn erwartet, so sympathisch JS war. Seine Körpersprache bei den PK war schon recht deutlich in Richtung Resignation, Ratlosigkeit.


    Der FCI gehört in die 2. Liga. Dieses Ziel muß er konsequent verfolgen. Das Trainergeschäft ist hart und sehr risikoreich. Eine über dem Durchschnitt liegende Trainerfluktuation läßt auf Defizite schließen.


    Saibene mag nach Hasenhüttel der beste Trainer gewesen sein - bis zur Winterpause war er es - aber letztlich zählt einzig der Erfolg.

  • Kameraden! Ich habe eine Frage: Haben viele euch nicht immer wieder von der Utopie einer Mannschaft schwadroniert, in der "junge, hungrige Spieler", am besten in der eigenen Jugendabteilung ausgebildet, das Grundgerüst eines Teams bilden, das künftig die Fahnen des Vereins vertritt?

    Falls ja, dann hört das Träumen auf!

    Hirngespinnste verblendeter weltfremder Träumer. Willkommen in der Realität!

    Dann diese unsäglichen Kommentar "3. Liga reicht". Gut, dann reichen Audi auch 5.000 produzierte PKWs im Jahr! Auch noch so cool?

    Ohne den Aufstieg kein NLZ, keine Jugend, keine "jungen, hungrigen Spieler".

    Hört bitte auf zu fabulieren.

    Ich entschuldige mich für diese bissige Art, aber es hängt ein Rattenschwanz daran, den die wenigsten durchschauen.

    Schaut nach Erfurt, Freunde - ALLE Jugendspieler dort hauen ab! Schaut mal bei einigen NLZs ins Training ... ;)

    Für Jeff tut es mir unsäglich leid, aber die Jungen bekamen keine Chance mehr, leider. Sein Job hing am Erfolg, der blieb aus. :(

  • Zeigt mir, was diese Entlassung für ein Fehler ist!!! Die Mannschaft ist offensichtlich von dieser Entscheidung auch völlig überrumpelt worden - und mit Pätzold und Vogel hat man ja zwei Riesen-Kandidaten im Auge. Wobei - es wurden ja noch keine Gespräche mit potentiellen Nachfolgern geführt! Wie dilettantisch ist unsere sportliche Führung eigentlich?!?!? Ich hatte von Henke wirklich viel gehalten, aber das haut jetzt wirklich dem Fass den Boden aus! Die Mannschaft berappelt sich gerade wieder, scharrt sich um den Trainer und dann schafft man so ein Vakuum... Unglaublich!!!

  • Na ja für mich sind die Trainer vom Dk auch noch spekulativ. Ich glaube aber auch nicht, dass Henke nicht schon einen Plan B im Hinterkopf hatte, welche Art Trainer in Frage kommt. Das heute schon die ersten Sondierungen liefen, ist ja logisch. Das Geschäft geht eben weiter. Schon mal überlegt, dass genau dieser Kuschelfaktor genau der Punkt ist, der bei Henke die Überlegung reifen ließ was zu ändern. Vielleicht hat es einfach dazu geführt, dass nicht mehr das Letzte rausgekitzelt wurde, weil man sich gegenseitig zu sehr schützte? wir reden hier von Leistungssport, da muss eben auch ab und an Reizpunkte gesetzt werden. Wenn es zu harmonisch ist, kann dies ab und an auch kontraproduktiv sein. Sollte es in der Mannschaft stimmen, dann dürfte dies auch bei einem neuen Trainer so sein. Aber vielleicht schafft er es wieder die Sinne zu schärfen, um bei der Mannschaft wieder die volle Leistung zu erreichen.

  • Meine Überzeugung ist, dass Mannschaft, Trainer, Verein und Fans eine eingeschworene Einheit sein sollten, die füreinander brennen und kämpfen. Das heißt ja nicht, dass der Trainer in einem solchen Vertrauensverhältnis nicht Leistung einfordern und den Konkurrenzkampf schüren kann. Beste Beispiele sind Kloppo und Hasi... Für die beiden geht jeder Spieler durch‘s Feuer...

  • Die Meinung teile ich. Offensichtlich hat das jetzt die Leitung aber anders aufgrund der Ergebnisse gesehen. Die sind aber aus wirtschaftlichen Gründen das entscheidende Kriterium. Eine Veränderung zum jetzigen Zeitpunkt ist rechtzeitig, um die Kurve zu kriegen.


    Vielleicht hätte JS noch die Kurve in den nächsten Spielen gekriegt. Aber wer weiß das schon? Die anderen schlafen ja auch nicht, wie man sieht.

  • Hier mal meine Meinung dazu:

    Ich denke, JS hat mit zunehmender Tätigkeit keinen Rückhalt mehr im Kader (nicht der Startelf!) gehabt. Er hat ohne Not seine Glaubwürdigkeit beschädigt, indem er immer wieder Wechsel und Maßnahmen angekündigte, ohne dann wirklich etwas zu ändern.

    Durch das sture Festhalten an einzelnen Spielern, die anhaltend nicht das lieferten, was man erwarten darf, hat er zudem das Leistungsprinzip teilweise außer Kraft gesetzt. Denn was kannst Du als Spieler noch mehr tun, als dich im Training anzubieten und in den Tests voll reinzuhauen?

    Wenn der Coach dich dann trotz vorherigem Lob einfach nicht „sehen“ will (z.B. Kotzke), oder du überraschend in die Startelf auf eine dir wesensfremde Position „darfst“ (s. Wolfram vs Rostock), wird es schwierig. Und zwar für alle.

    Auch die jungen Wilden kamen am Schluss nicht mehr über die Jokerrolle hinaus, sollten dann aber auf Knopfdruck liefern...

    Außerdem halte ich JS für sehr begrenzt in seiner Kommunikationsfähigkeit. Wenn er intern auch stets so im Ungefähren blieb wie bei vielen seiner öffentlichen Äußerungen, wundert mich nichts mehr.

    Deshalb halte ich diesen Schritt für längst fällig, ob jemand Besseres folgt, werden wir sehen.

  • "Er (Jeff Saibene, d. Red. )hat nie etwas schön geredet und glasklar analysiert. Die Mannschaft hat aus den Fehlern aber nicht gelernt, die Umsetzung hat nicht funktioniert", meinte der Sportdirektor.

    Also an klarer Interner Kommunikation hat es Jeff wohl kaum gemangelt. Wenn Du mit Spielern sprichst, hörst Du da ganz anderes. Er hat Verbesserungspunkte immer sofort und sehr präzise angesprochen und dabei dennoch den notwendigen Respekt im Umgang gewahrt. Und er hat auch die notwendigen Verbesserungen und Lösungen aufgezeigt.

    AAE Auf geht´s Schanzer - kämpfen und siegen ! --:-::

    Einmal editiert, zuletzt von Sam McCoy ()

  • Sam McCoy, stellt sich die Frage, warum es auf dem Platz nicht funktioniert hat. Wollte die Mannschaft nicht? Konnte die Mannschaft es nicht? Waren die Erklärungen zu theoretisch?

    Zur Theorie gehört die Praxis. Vielleicht blieben auf dem Platz die entsprechenden Korrekturen aus, die den Spieler besser machen.

    Jedenfalls habe ich bei den Trainingseinheiten, es waren nicht viele, keine Korrekturen gehört. Aber das muß nicht repräsentativ sein.