Mögliche Geisterspiele wegen Corona

  • Ich persönlich glaube schon, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Und zwar ohne Zuschauer. Die Lösung wäre Fernsehübertragung mit Werbespots, damit Geld für Sender und Verein fließen. Schließlich leidet jeder unter Entzugserscheinungen. Das muß genutzt werden.

  • Ohne Zuschauer,....nö das will ich nicht.

    Von mir aus Abbruch, Reset, Neustart als wäre nichts gewesen.....Leute denkt doch mal nach,......Virus hin oder her,das Nachdenken fällt doch nicht schwer.


    Die Spreu wird sich vom Weizen trennen,das wird doch wohl der letzte Fan erkennen.


    Football is for you and me not for fucking industry.

  • Es überleben doch dann gerade die Vereine, die mehr "industry" im Rücken haben??

  • Stimmt, die Erlöse von Eintritten sind mitlerweile gegenüber der Industrie überschaubar....aber glaube mir die Millionengehälter von nullachtfünfzehn Spielern wird Geschichte sein.


    Hoffentlich.....


    Auch hier in IN sind keine guten fünfstelligen Monatsbeträge mehr berechtigt, weil es einfach nur Fußballer sind!!!Erklärt das mal den Studierenden BWL M.....s!

  • Ich persönlich glaube schon, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Und zwar ohne Zuschauer. Die Lösung wäre Fernsehübertragung mit Werbespots, damit Geld für Sender und Verein fließen. Schließlich leidet jeder unter Entzugserscheinungen. Das muß genutzt werden.

    Und ich halte dagegen. Es wird einen Saisonabbruch geben. Selbst Geisterspiele sind für mich Träumerei....

  • Der folgende Vorschlag bezieht sich auf die schwächsten Profi-Fußballvereine, nämlich die in der 3. Liga. Er unterstellt, dass es sich um Geisterspiele handelt, also Pflichtspiele der 3. Liga ohne Zuschauer. Als alternative Einnahmequelle müssten die jeweiligen FS-Regionalsender herangezogen werden. Die Finanzierung der Übertragungen würde sich aus Rundfunkbeiträgen und Werbespots ergeben.

    Die Werbespots könnten zu Sonderkonditionen ausnahmsweise angeboten werden.


    Ein Werbespot kostet z. Zt. je nach Länge und Häufigkeit in den Regionalsendern mind. 5.000 Euro, in den Öffentlich-Rechtlichen ab 300.000,--. Bei den Privaten um 200.000 Euro.


    Ich nehme einen FS-Regionalsender als Beispiel her, bei dem der Werbespot mind. 5.000 Euro kostet. Meist sind es mehr.

    Bei einem durchschnittlichen Eintrittspreis von 25,-- Euro sind das umgerechnet 200 Zuschauer, die ein Werbespot für 5.000 Euro bringen würde. Um das Stadion mit 15.000 zu füllen, müßten also rund 75 Anzeigen je 5.000 Euro geschaltet werden.

    Das Problem ist, dass dazu bei den Firmen z. Zt. die Einnahmen fehlen dürften. Also reicht diese Firmen-Variante allein nicht aus. Es müßte eine Kombination her, eine Mischung aus Werbung und FS-Beiträgen (die bereits eingezahlten Beiträge).


    Die Variante wäre die, dass sich alle FS-Regionalsender, z. B. BR, SWR, WDR, MDR, etc., darauf einigen, die Spiele der 3. Liga flächendeckend, jeder für sich, zu übertragen.


    Die Öffentlich-Rechtlichen Regional-Sender beziehen monatlich feste Beiträge, haben so gesehen sichere Einnahmen, im Gegensatz zu den Firmen. Würden also alle Regionalsender, jeder für sich, ein Spiel übertragen, wäre zusätzlich eine nicht zu unterschätzende große Werbe-Wirksamkeit gegeben, da jeder Zuschauer von einem Regio-Sender zu einem anderen Regionalsender umschalten könnte, weil er den "Gegner" vom Spielstand her verfolgt. Folge: Werbespots würden sich rentieren, weil sie dann überregional wahrgenommen werden und so potentielle Kunden jeden Alters ansprechen.


    Wiederholungen alter Kalauer könnten durch attraktive Fußball-Life-Sendungen ersetzt werden. Schließlich identifiziert sich jeder mit seinem Verein. Das ist ein weiteres gutes Argument, das für die Regionalsender-Übertragungen spricht. Allerdings wäre es spannend, für welchen Verein sich z. B. der BR entscheidet. Zur Auswahl stehen, z. B. FCI, 1860, FCB II, Haching. Die Auswahl ist nicht leicht. Auch nicht für den Zuschauer. Die Spiele müßten zeitlich versetzt angesetzt bzw. übertragen werden.


    Millionen von Zuschauern sind aufgrund der Ausgangssperre zu hause. Die Werbebotschaften kommen so auf alle Fälle an. Eine echte Chance, auch von Corona abzulenken und die Leute in ihrer Wohnung für die ganze Familie Ablenkung zu schaffen.



    Das ist eine Anregung. Spezialisten müßten jetzt Plan B für die Schublade erarbeiten. Jetzt ist Kreativität gefragt. Einfache Lösungen kann jeder.

  • Also nachdem was momentan so los ist wegen dem Virus, glaube ich ehrlich gesagt nicht wirklich mehr an eine Fortsetzung der Saison. Letzte Woche wenn man mich gefragt hätte, wäre ich noch viel optimistischer gewesen aber jetzt hat sich die Situation verschärft. Ich denke wir werden im Juni erst die Spitze an Infektionen erreichen.

  • Allerdings wäre es spannend, für welchen Verein sich z. B. der BR entscheidet. Zur Auswahl stehen, z. B. FCI, 1860, FCB II, Haching. Die Auswahl ist nicht leicht. Auch nicht für den Zuschauer. Die Spiele müßten zeitlich versetzt angesetzt bzw. übertragen werden.

    Glaube zwar nicht, dass es zu Spielen kommt aber wenn dann wird sich der BR eh für 60 entscheiden, weil es ihnen die meisten Zuschauer bringt

  • Wahrscheinlich wird es nicht mit der Saison 2020. Trotzdem, nachdem die EM 2020 abgesagt worden ist und die Profivereine Luft für ihre Planungen bekommen haben, könnte es vielleicht klappen.

    Es wird aber nur dann klappen, wenn die Spieler während der Pause und während der Spiele Coronafrei bleiben. Im Falle einer Ansteckung müßte die Quelle einwandfrei indentifiziert werden können. Auch dann bleibt ein Restrisiko.


    Eine Lösung könnte nur die sein, alles in möglichst kurzer Zeit und ohne Zuschauer abwickeln zu können. Dann fließen wenigstens Fernsehgelder.


    Dann gibt es noch ein zu klärendes arbeitsrechtliches Problem. Wird Kurzarbeitergeld beantragt, darf in dieser Zeit nicht gearbeitet werden. Das ist aber mit ziemlicher Sicherheit dann der Fall, wenn der Arbeitgeber (Verein) seinem Spieler Hausaufgaben nach Hause mitgibt und dann auch noch weiter, zur Abstimmung, Kontakt hält. Ich finde, dieser Kontakt und die Hausaufgaben müssen unterbunden werden. Sonst würde das m. E. als Heimarbeit verstanden werden. Also nichts anderes, als Verlängerung nach Hause.

    Das ist eine knifflige Aufgabe für Arbeitsrechtler und die Politik.

  • Ich glaube man hat andere Probleme zur Zeit, als da was auszuknobeln. Da wird sich ein Haufen Gedanken gemacht, aber das wird alles von der Realität überwalzt.

    1. und 2. Bundesliga genauso.

    Wie sollen Teams eine Kontaktsportart ausführen, wenn Kontakte doch "verboten" sind. Und das dauert lang genug an, dass da nicht mehr gespielt werden darf. Es sei denn die Bundesregierung macht eine 180 Grad Wendung weil man es sich wirtschaftlich nicht mehr leisten will.


    Es wird also zu 99 Prozent schlicht und einfach ein Abbruch.

    Irgendwie wird's auch danach weitergehen. Auch nach anderen Mega-Wirtschaftskrisen wurde danach wieder Fussball gespielt...

  • Auch wen einem der Gedanke nicht gefällt, aber ich glaube du hast Recht Flavo. Die Kernfrage bleibt für mich nur,bezogen auf die 3 obersten Ligen, mit welchem Ergebnis wertet man die Saison? Verzichtet man auf Abstieg/ Aufstieg oder nimmt man die Platzierung am ende der Hinrunde als Kriterium was m. E. uns zwar entgegen käme aber insgesamt betrachte wohl auch nicht fair wäre. Aber grundsätzlich bin ich bei dir, derzeit haben wir wohl andere Probleme. Passt auf euch auf. Immer schön Abstand halten.:thumbup:

  • Renommierte Virologen rechnen angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr mit einem regulären Sportbetrieb mit Zuschauern in diesem Jahr. Er glaube „überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig“, sagte der Berliner Virologe Christian Drosten von der Charité dem Nachrichtenmagazin „Stern“: „Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben. Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten.“

  • Dann gibt es noch ein zu klärendes arbeitsrechtliches Problem. Wird Kurzarbeitergeld beantragt, darf in dieser Zeit nicht gearbeitet werden.

    Das stimmt so nicht.

    Kurzarbeit heißt nicht zwangsläufig, dass die Arbeit komplett ruht. Kurzarbeit kann auch einfach eine Minderung auf z.B. 50% der üblichen Arbeitszeit bedeuten.

    Der Arbeitgeber zahlt dann eben 50% des üblichen Gehalts und das Arbeitsamt schießt entsprechend den Regelungen zu.

    Ist in meiner Firma derzeit teilweise der Fall.

  • Richtig, die Arbeit muß nicht komplett ruhen. Es können auch einzelne Abteilungen kurzarbeiten. Die Arbeitszeit und der Arbeitslohn werden je nach Fall für eine bestimmt Zeit gekürzt. Dabei geht es darum, den Arbeitsplatz zu erhalten und keine Kündigung aussprechen müssen. Dabei muß es sich auch um ein unabwendbares Ereignis handeln.


    Beim Profifußballer wird wohl die Trainingszeit zu Hause genau bemessen werden müssen. Wie dann diese in Zeit und Geld zu berechnen ist, ist eine andere individuelle Frage des Gehalts. Aber wie von mir schon gesagt, dass ist eine Frage, die mit Arbeitsjuristen bzw. Arbeitsamt zu klären ist.

    Sollte auch nur eine Anregung sein.

  • Mit so einzelne Abteilungen in Kurzarbeit ist das immer so eine Sache - auch wenn das in Coronazeiten sicher seitens der Behörden anders bewertet wird.
    Normalerweise darf nämlich die Arbeit zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Abteilungen nicht „austauschbar“ sein. D.h. z.B. in einem Autohaus kann man die Verkäufer in Kurzarbeit schicken, während die Werkstatt noch arbeitet (die Verkäufer können keine Fug. reparieren). Wenn aber z.B. in der Buchhaltung Abteilung A die Buchstaben A-L und die Abteilung B die Buchstaben M-Z bearbeiten, kann man nicht eine Abteilung in Kurzarbeit schicken, während die andere weiterarbeitet. Maximal kann man dann beide Abteilungen in 50% Kurzarbeit schicken...

  • Man hört jetzt immer davon, das einige der Klubs Corona nicht überstehen würden. Ich verstehe das so, das diesen Vereinen das Geld ausgeht, somit eigentlich die Lizens entzogen werden müsste. Der Staat kann das meiner Meinung nach nicht ausgleichen, der muss und wird sich um die Wirtschaftsbetriebe kümmern.

    Mir stellt sich dadurch die Frage, wenn das Eintritt, was ich keinem Verein wünsche, was passiert dann??